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X-BLADES |
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einmal mehr macht sich eine schatzsucherin auf weg, in digitalen welten ein wertvolles und magisches artefakt aufzuspüren. ich kann eure gedacken lesen: gähn – ein tomb-raider-clon. nein, ist es nicht. ist es ganz und gar nicht. denn so viel action hat lara noch nicht mal ansatzweise erlebt. und frau croft rennt in der regel mit mehr klamotten rum! bei der heldin, die agile und toughe ayumi, fallen im ersten moment zwei dinge auf: ihre haare und das spärliche outfit, dass vor allem hinten keine fragen offen lässt. nun ja, vielleicht soll es ihre gegner ablenken, die ihr in „x-blades“ in massen entgegenkommen und an den kragen wollen. dabei will ayumi doch eigentlich nur ihrem job nachgehen und nach dem fund einer geheimen karte das versteck eines legendären artefakts ausmachen, in der der sage nach das gute und das böse gebannt wurde und das seinem besitzer unvorstellbare macht verleiht. ihr weg dorthin führt sie durch eine tempelanlage, in der haufenweise fieslinge auf die lauern und sie am fund hintern wollen. warum, wird nicht sofort klar. jedenfalls weiß ayumi sie der horden zu entledigen. schließlich trägt sie ihre beiden gunblades, eine mischung aus pistole und schwert, immer bei sich und setzt sie effektiv ein. bis dann das ziel erreicht ist, sind einige hundertschaften mit magie, klingen oder kugeln ausgeschaltet worden, ohne dabei zu langweilen, denn die story hält durch eine gute inszenierung und unerwartete wendungen stets den spannungsbogen. im laufe der zeit nimmt nicht nur das spiel, sondern auch die protagonistin fahrt auf. unterwegs sammelt sie erfahrung und kann sie einsetzen, um ihre waffen aufzumotzen oder stylische combos freizuschalten. das ist nötig, damit die, man kann es nicht oft genug sagen, horende angreiferzahl nach und nach dezimiert wird. massenschnetzeleien mit immer cooleren moves? devil may cry! ja schon. sogar der combocounter an der rechten seite erinnert an den kult-klopper. aber ayumi hat noch mehr drauf als dante: sie kann zaubern. durch das einsammeln der seelen der viecher, die ihr an den kragen wollen, doch vorher das zeitliche segnen, lassen sich magischen kräfte erkaufen. über ein menü kann ayumi, vorausgesetzt genug seelen zum tauschen sind vorhanden, verschiedene kräfte erlernen, wie z.b. feuerbälle schießen oder ein erdbeben auszulösen. das geht natürlich nicht immer, sondern nur, wenn unsere heldin genug zauberkraft haft. das sehen wir an dem roten balken links oben direkt bei der health-anzeige. ist der nicht zumindest etwas gefüllt, ist’s nix mit magie. und ist die grüne gesundheitsanzeige leer, beißt die leicht bekleidete dame ins virtuelle gras. zur strafe darf sie den level, von denen es insgesamt 40 gibt, noch mal von neuem beginnen. dazu kommt noch der rage-modus, der durch das sammeln von rage-punkten aktiviert werden kann. ayumi wird dann noch stärker und wilder. das alles hört sich nach genauso viel schneller 3d-hack’n’slay-kost an, wie es ist. rätsel oder spungeinagen sucht ihr vergebens. lediglich bei den rpg-elementen und den entscheidungen, welche fähigkeit dank der unterwegs eingesammelten items verbessert werden sollen, bedarf es ein wenig köpfchen. sie machen aus ayumi eine herzensgute oder teuflisch-böse kämpferin. dementsprechend kann sich der spielverlauf in zwei richtungen entwickeln. ansonsten wird wild geschlachtet. tut mal ganz gut, nicht bei jedem geloffenen zentimerter darüber nachdenken zu müssen, ob der genommene weg jetzt ok oder schlecht war. 40 level lang einfach mal abschalten und die waffen sprechen lassen. es gibt bessere gameplays, sicher. und es ist auch sehr repetitiv, da es einen immer wieder an die gleichen orte bringt, in denen zahllose kleine und ein riesiges monster lauern. trotzdem macht es einfach laune, ayumi in der gegen rumhüpfen zu lassen und einfach nur zu schnetzeln. das nimmt dann tatsächlich schon „serious sam“-züge an. nicht nur wegen der, ich sag es gern noch mal, unglaublichen gegner-menge: die blonde hat ein lockeres mundwerk und haut zuweilen sprüche raus, die man(n) von weiblichen charakteren selten hört. gesprochen wird ayumi übrigens von der deutschen syncho von jessica alba und auch sonst vernimmt man bekannte stimmen. die kämpfe werden mit treibender rockmusik gepusht und die waffen klingen echt. soundtechnisch gibt’s nichts zu mäckeln. das gilt auch für die grafik, die eindeutig von der japanischen manga- und animeszene beeinflusst ist. erinnert die schön gemachte tempel-ruine wirklich an „tomb raider“, sind die monster und hauptdarsteller in 3d-cell-shading-optik modelliert. von daher passt der anzüglich-un(an)gezoge textminimalismus von ayumi gut rein. ob das und die boobs-wackel-animationen von den machern nur aufgrund der sex-sells-maxime eingebaut wurden, ist eigentlich egal. nach ein paar minuten sieht man das sowieso nicht mehr. weniger egal ist die kamera, die in den wenigen sprungpassagen für den ein oder anderen absturz sorgt, weil man einfach nicht sieht, wo die kanten sind. echt ärgerlich. ansonsten wird immer das anvisierte ziel zenriert. da kann man also nicht viel falsch machen. außen rum verschönern parallax mapping, hdr-rendering und indirekte beleuchtung die umwelt. die nötige dynamik vermitteln motion blur, nahtlose animationsübergänge und partikeleffekte. dennoch läuft alles auf dem pc recht flüssig und ist sehr schön anzusehen. auch wenn sich die szenarien und missionen oft wiederholen: „x-blades“ macht echt spaß! ich bin gerade dabei, es zum zweiten mal durchzuspielen, weil mich a) das andere ende interessiert und b) das spiel unheimlich gut ablenkt. immer nur druf, ohne pause, keine pseudo-spielzeit-verlängerungseinlagen. die braucht es auch nicht, denn wenn mal alle geheimnisse in den als arenen angelegten levels auftun will, braucht man locker 20 stunden. durch den zweiten lösungsweg ist der wiederspielwert hoch und schraubt die spielzeit auf das doppelte. das ist schon ein gutes preis-leistungsverhältnis. ich kann verstehen, dass sich manche an den wiederkehrenden mustern stören – ich persönlich find’s toll. so toll, dass ich mir neben der promotion copy noch eine version geholt habe, an die ich günstig kam. kein witz. gut, eine der beiden versionen ist nicht mehr in meinem besitz, aber ich freu mich, eine kopie in umlauf gebracht zu haben. das spiel hat es verdient, von möglichst vielen gezockt zu werden! ein eindruck vom spiel gefällig? www.x-blades.com
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