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SUMMER ATHLETICS |
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da sind sie nun, die olympischen spiele. zumindest auf den konsolen und den pcs dieser welt. ein ordentlicher bazen games hat die versammlung der besten sportler der welt versoftet. so auch „summer athletics“. offizielle lizenzen zum großevent in china besitzt der günstigte vertreter der wettkampf-simulationen nicht. das macht aber nix. im gegenteil. käufer eines olympia-spiels wissen im großen und ganzen, was sie erwartet: eine menge in die welt der videospiele übertragene disziplinen. im falle der version, die dtp entertainment präsentiert, sind es immerhin 26. im vergleich zum „offiziellen“ titel von sega sind das zwar 12 sportarten weniger, aber schlimm ist das nicht. von der konkurrenz nicht so toll in szene gesetzte veranstaltungen wie das kajak-fahren haben erst gar nicht den weg ins repertoire gefunden. stattdessen hat sich das entwicklerstudio 49games auf wesentliche wettkämpfe konzentriert. dazu gehören etwa lauf-, sprung-, schwimm-, werf- und radfahrevents. innerhalb den verschiedenen kategorien funktioniert die art, wie die athleten zu höchstleistungen getrieben werden, in etwa gleich. die läufe sind sowas wie die basics, die ihr zuerst mastern solltet. hier erlernt ihr am leichtesten. wie euer avatar in bewegung kommt. in erster linie sind dafür die analogsticks zuständig. die müssen wie zu besten competition-pro-joystick-zeiten möglichst schnell von links nach rechts nach links nach rechts gerüttelt werden. so wird speed aufgebaut. das ist sozusagen das grundelement. je nach diszipin muss nun entweder per knopfdruck noch gesprungen (hürden), oder ein zwischensprint eingelegt werden (100 m). dann gibt es auch die variante, in der der stick kreisförmig mit gefühl gedreht werden muss. so wird beispielsweise die zentifugalkraft beim hammer- und diskuswurf simuliert. kurz bevor ihr das gerät loslassen müsst, wechselt das spiel in slowmo. während dieser sequenz müsst ihr den abwurfwinkel mit einer reaktionseinlage justieren. besonders gelungen ist der einsatz der analogsticks beim radfahren und beim definschwimmen, denn die runden bewegungen der beine bzw. der arme lassen sich hier am pad nachvollziehen. es gibt aber auch spiele wie etwa hochsprung. denen es auf das rhythmusgefühl ankommt. wie bei „guitar hero“ müsst ihr die nach unten scrollenden buttons im richtigen moment treffen, um geschwindigkeit aufzunehmen. bogenschießen funktioniert dann schon wieder fast nur mit timing und reflexen, in dem ihr im richtigen moment eure zielpeilung stoppt. ihr seht: die steuerung darf guten gewissens als abwechslungsreich beschrieben werden, auch ewnn sie hier und da hakt. da sie echte bewegungen nachstellt, ist sie zudem sehr intuitiv und jeder hat nach einer gewissen gewöhnungsphase den bogen für die optimalen bewegungen heraus. das macht die events allerdings auch recht einfach. obwohl zwei spielmodi (arcade und realistisch) und vier unterschiedliche schwierigkeitsgrade anwählbar sind, fehlt bei manchen veranstaltungen die herausforderung. den speer über 90 meter und damit auf weltrekordweite zu jagen, ist kein ding. ob ihr mit männlein oder weiblein antretet, ist eigentlich egal. frau schwarzer wird es sicher gehen hören, dass die geschlechter oft gleichgestellt sind. so schaffen beide zum beisspiel beim hochsprung die 2,26 locker. naja, richtig nervig ist das nicht, nur eher komisch. dann wiederum gibt es veranstaltungen, bei denen man grundsätzlich scheitert. wie denn nun zu steuern ist, wird euch während des ladens gezeigt. die ladebildschirme stehen meist recht lange, was dem spielfluss zuweilen etwas stört. wenn's los geht, bekommt ihr futuristisch-coole arenen zu sehen, die irgendwie besser aussehen und durch die direkte nähe des nicht so toll animierten publikums mehr wirken. ein klarer pluspunkt für „summer athletics“, denn das vogelnest in peking wirkt auch in der videospiel-übersetzung recht kühl. der stadionsprecher ruft die akteure auf, die hintergrundmusik berieselt euch während der durchgänge. zu einer besseren stadionatmosphäre hätten kleinigkeiten wie eine abwechslungsreichere geräuschkulisse und schöne medaillenverleihungen, die ihr hier leider vergeblich sucht. aber es geht ja auch um die spiele und nicht um die party danach. negativer fallen die ab und an holprigen bewegungen der in den wettkämpfen etwas leblos wirkenden protagonisten auf. nach erfolgreichem abschluss der disziplin tauen sie dann jedoch oft auf und zeigen schöne freudentänze. wer alleine vor dem computer oder der konsole sitzt, darf sich zwischen dem absolvieren eines einzel-events, einer serie aus vorgegeben disziplinen oder einer selbst zusammengestellten wettkampfabfolge entscheiden. ihr dürft aber auch als eurer alter ego im karriere-modus in allen sportarten beweisen. ziel ist es natürlich, so viel gold wie möglich zu holen und zum super-sportler zu werden.damit ihr euch (zumindest dem aussehen nach) wirklich ins spiel beamen könnt, wurde ein umfangreicher charaktereditor eingefügt, der von jedem ein digitales abbild schaffen kann. richtig spaßig wird es aber, wenn sich bis zu vier sofa-athleten um die plätze auf dem treppchen streiten. wenn es der event zulässt, dürft ihr euch im splitscreen mit freunden messen – dumme sprüche, faule ausreden und gemeine schubser inklusive. die kontrahenten sollten nur schon mit den steuerungen vertraut sein, sonst ist das eher unfair und deswegen auch weniger lustig. schade, dass es keinen online-multiplayer gibt. hätte sich sicher gut auf den langzeitspielspass ausgewirkt. das spiel könnt ihr aber trotzdem spätestens dann immer wieder herausholen, wenn ihr in c64/amiga-summer/winter/califnia/olympic/world-games-erinnerungen schwelgt. alles in allem ist „summer athletics“ kein meisterwerk an grafik und animation, aber die sportarten sind durch die eingängige steuerung sehr gut umgesetzt worden.da es ohne lizenzen arbeitet, hat man sich freiheiten nehmen können, die bei der konzipierung der sportstätten sehr schön zum tragen kommen. es erzeugt diesen "ich wills aber noch besser machen"/"nur noch ein einziges mal versuchen"-druck, dass gute spiele ausmacht und dafür sorgt, dass man auch nach peking 2008 (am besten mit freunden) gerne in die virtuellen arenen treten wird. nicht zu vergessen, dass der titel nur etwa halb so teuer ist wie die sega-konkurrenz, die bei leibe nun auch nicht alles richtig gemacht hat. bei dem preis/leistungsverhältnis spreche ich eine klare kaufempfehlung aus.
mehr infos und die 899 mb große demo gibt’s hier: www.summerathletics.com
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