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STAR WARS: THE FORCE UNLEASHED |
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was lernen wir in episode 1? die sith kommen immer zu zweit: ein meister und sein schüler. mitte der 3. episode wird anakin skywalker zum sith lord darth vader. aber bis rauskommt, dass er sohnemann luke unter seine fittiche nehmen will, sieht man aber keinen azubi, der den schwarzen macht-haber begleitet. lief vader also zwischen episode 3 und episode 4 ganz sith-unlike solo (nein, nicht mit han solo) durch die gegend? nein! es gab nur keinen film, der uns gezeigt hat, wie sich vader als lehrer macht. jetzt haben wir einen film, der das zeigt. oder zumindest das spiel, das der interaktiven version eines „star wars 3.5“ ebenbürtig ist. das typische „krieg der sterne“-flair stellt sich schon im prolog-level ein, in dem ihr darth vader (ja, ihr steuert darth vader) digitales leben einhaucht. der sucht zu beginn von „star wars: the force unleashed“ auf dem heimatplanet der wookies nach einen jedi-ritter. er ist einer der wenigen, der das masaker an den hütern der hellen seite überstand. wie die anderen ist er ins exil geflüchtet. manche wollen zurückschlagen, manche einfach nur nicht entdeckt werden. der säbelschwinger, den vader stellt, schafft beides nicht. doch nachdem der schwarze lord ohne großen schwierigkeiten einige wookie aus dem weg räumt, stellt er ihn. aber der astma-patient findet nicht nur den jedi, sondern auch einen kleinen jungen namens galen marek, der ihm durch seine beachtlichen fähigkeiten auffällt. der kleine hat offensichtlich die macht für sich gepachtet. schnitt. als jetzt junger erwachsener knien wir vor vader, der uns sagt, dass wir seine ausbildung abgeschlossen und jetzt genug aggro-potential haben, um für ihn aufträge zu erledigen. die haben es in sich: ihr sollt im namen des helmträgers nämlich nicht nur die jagd nach jedis fortsetzen, sondern auch auf der dunklen seite etwas aufräumen. vader will nämlich seinen einflussbereich deutlich vergrößern. wie, werde ich an dieser stelle nicht verraten. nur so viel: ihr kämpft als galen, je nach mission, abwechselt mit macht (ja, der macht) gegen die guten und die bösen, bis es zum finalen fight gegen den ultimativen gegner kommt. lange einleitung, aber die cineastisch erzählte story ist nun einmal die grundlage, auf der das abenteuer des heimlichen vader-schülers, also euch, beruht. ihr steuert galem, der den kampfnamen „starkiller“ bekommt, aus der 3rd-person-perspektive und seit am anfang, wie er, auch erst einmal schüler. das mit dem laserschwert habt ihr recht schnell drauf. mit ihm wehrt ihr laserstrahlen ab, liefert euch duelle mit den anderen klingenkünstlern und zerschnetzelt die gegnermassen, die auch auf den weg zum missionsziel (=die eliminierung eines jedis oder sonst jemanden, den vader auf dem kicker hat) entgegenkommen. aber den umgang mit der macht müsst ihr euch wirklich erarbeiten. bis ihr gezielt dinge schweben und gegen andere fliegen lassen könnt, eure energieblitze genau ins ziel treffen und einen machtstoß vom stapel lassen könnt, dauert es gut eine halbe stunde. dann aber ist die allesumgebende kraft mit euch und ihr könnt eure feinde oder auch so kleinigkeiten wie x-wings oder at-ats durch die lüfte schmeißen, superschnell rennen, superhoch springen und elektroschocks verteilen. solltet ihr doch mal etwas abbekommen und euer enegiebalken in die knie gehen, müsst ihr einfach eine vital-chamber finden oder ein paar kontrahenten ins jenseits befördern. bei ihrem ableben geben sie lebensenergie frei, die ihr einsammeln könnt. der balken, der die macht anzeigt, leert sich bei macht-attacken und füllt sich nach einer gewissen zeit von selbst wieder. bringt ihr sie stylish um die ecke oder verteidigt gut, kassiert ihr bonuspunkte, mit denen ihr neue combos oder macht-angriffe kaufen könnt. außerdem findet ihr unterwegs noch power-ups und lichtschwert-kristalle, die echte zocker natürlich alle haben müssen. eure wege sind fest vorgegeben, das spiel also recht linear angelegt. auf den raumschiffen geht es nur einen freien und deswegen begehbaren weg, auf planeten genauso ist der weg durch schluchten oder trampelpfade erkennbar. unterwegs trefft ihr immer wieder auf kontrahenten, in großen freien flächen könnt ihr davon ausgehen, dass ihr gleich von massen überfallen werdet – oder ein zwischengegner. bei bassfights offenbart sich eine der größten schwächen des spiels: wenn ihr maschinen wie geher oder so platt machen müsst, seht ihr die immer. tretet ihr gegen roboter oder humanuide an, fährt die kamera während der duelle immer heraus, sodass die figuren immer kleiner werden. und weil um und in den arenen oft die post abgeht (rumschwirrende raumschiffe, umfallende bäume), werdet ihr oder euer gegenüber häufig verdeckt, verschwinden hinter animationen oder verlieren sich im hintergrund. naja, für die einen ein bug, für die anderen ein feature. jedenfalls enden die kämpfe immer mit quicktime-events, die mit sehenswerten kamerafahrten gespickt sind. erst, wenn die richtigen knöpfen gedrückt sind, ist die auseindersetzung zu gunsten des starkillers entschieden. die präsentation ist einfach stimmig: der starkiller sieht im allgemeiner düster-abwartend bis grübelnd-traurig aus, dabei aber so entschlossen, wie ein vader-schüler sein muss. er erinnert an annakin, als er sich noch nicht bewusst war, wie sein schicksal aussieht. die pilotin, die ihn zu seinen missionen bringt und als off-stimme hinweise gibt, bringt einen schuss leidenschaft und humor rein, sein roboter proxy dient ebenfalls als witzelieferant und als trainingseinheit. er kann ein hologramm auf seinen stählernen körper projizieren und damit jeden feind imitieren, den starkiller mal vor den säbel bekommen will. eine gute idee der entwickler, denn so können sie auch figuren ins spiel bringen, die bis dahin schon tot oder zumindest nicht räumlich nicht da sein konnten, wo sich starkiller aufhält. deswegen dürft ihr zum beispiel auch darth maul eure leuchtende kinge zeigen. über allen schwebt natürlich vader, dessen auftritte die szenen stets beherrschen. es wird einfach alles so erzählt, als wäre es ein film. zur absolut stimmigen atmosphäre tragen aber die gegner bei. die ki ist vielleicht nicht die allerfeinste, aber sie flüchten vor anfliegenden containern und wollen sich, vom machtgriff erwischt, irgendwo oder an irgendjemanden festhalten. das wirkt jedes mal wie ein reflex, auch wenn es später zur gewohnheit wird. wie die sturmtruppen oder auch gegenstände durch die luft fliegen, ist dank der euphoria-engine eine augenweide. dazu kommt die next-gen-grafik, die bei machtausbrüchen den bildschirm erzittern lässt. praktisch alles, was herumliegt kann als waffe verwendet werden. ist es explosiv, verberstet alles in tollen effekten. ist glas in der nähe, springt es in tausend teile. das setting könnte george lucas nicht besser vor augen gehabt haben, der das spiel höchstpersönlich absegnete. nicht zu vergessen der sound, der vom ersten anspielen der star-wars-melodie und des imperial marches über den klang der aufeinanderprallenden lichtschwerter bis zum soundtrack des abspanns einfach nur überzeugt. bei der nintendo ds-fassung, die ich dankenswerterweise auch noch zum testen bekommen habe, muss man grafisch natürlich abstriche machen, aber für nds-verhältnisse kommt da auch schon spass auf. es passiert eben alles auf kleinerem raum und pixeliger. aber erkennen könnt ihr alles. die steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig: ihr steuert starkiller mit den normlen bewegungstasten, seine aktionen führt ihr allerdings mit dem touchpen aus. im unteren bildschirm werden laserschwert- und machtattacken angezeigt. bei berührung werden sie ausgeführt. die qte werden durch spezielle,mit dem pen nach zeichenbare figuren ersetzt. auch wenn alles auf engerem platz passiert, sind fans von action-adentures (nicht, nicht nur star-wars-freaks ), die „nur“ die tragbare konsole besitzen, mit der nds-variante bestens bedient. schon allein, weil die story trotz des kleinen monitors immer noch spannend erzählt ist und den spieler fordert. sowohl bei der ps3-fassung als auch beim kleinen bruder gibt es zwei alternative enden. je sie richten sich danach, wie das spiel durchgespielt wurde. um beide schlusssequenzen zu gesicht bekommen, müsst ihr auf der sony-konsole rund 14 stunden investieren, beim nds halb soviel. man hat schon längere games gesehen, aber selten so viel großes kino – was uns direkt zum fazit bringt. ja, man kann den ein oder anderen logikfehler entdecken. ja, die spielzeit ist etwas kurz. ja, manchen staksen die protagonistes etwas komisch durch cutscenen und in der deutschen übersetzung ist es mit der lippensychronität nicht weit her. ja, es ist zuweilen nicht einfach, bei massenschlachten und boss-fights den überblick zu behalten. aber das ist nichts im vergleich zu dem gefühl, dank des hervorragenden storytellings mit überraschenden wendungen und den stetig steigenden tempo wirklich die geschichte um darth vader voranzutreiben. und das mit einem charakter, der euch das gefühl gibt, die macht einfach so aus den ärmeln schütteln zu können. wenn dann in nahkampf die einzig wahre zivilisierte waffe zum einsatz kommt, liegt der reiz darin, die anderen mit immer neuen combos zu überwältigen. sie und andere extras freizuspielen schraubt den wiederspielwert von „star wars: the force unleashed“ in die höhe. bei der nds-version hätte man sich etwas mehr content und vielleicht ein paar touch-pen-gimmicks mehr gewünscht. trotzdem: die macht war in punkto grafik, sound und atmo auf jeden fall mit den entwicklern. kaufen.
mächtige seite: http://www.lucasarts.com/games/theforceunleashed/
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