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SKATE 2 |
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schnell: denkt an irgendein skate-spiel! wer jetzt „skate or die“ im kopf hatte, ist alt ;). aber wahrscheinlich kam bei den meisten ohnehin „tony hawk“. warum eigentlich? ea hatte vor 2 jahren eine ambitionierte rollbrett-simulation veröffentlicht, dass den arcade-lastigen verteranen in machen belangen ziemlich alt aussehen ließ. um so gespannter war die gameswelt auf den nachfolger „skate 2“, der seit kurzem in den läden steht - und die hohen erwartungen werden nicht enttäuscht. da sind wir wird in san vanelona. genauer gesagt: in new san vanelona. die stadt hat sich nach dem ersten ausflug dort hin, der im spiel 5 jahre zurückliegt, ganz schön gewandelt. warum das? nun, diese frage führt uns direkt in die solo-kampagne. der erste teil endet damit, dass ihr in den knast geht. die obrigkeit hatte euch zu einer haftstrafe verknackt. nach 5 jahren kommt ihr wieder raus und ihr werdet mittels einer realen filmsequenz von euren kumpels auf den stand der dinge gebracht. die stadt ist absolut skater-unfreundlich geworden. obsticals wurden entschärft und „mongo kops“, die sv-polizei, machen jagt auf boarder. das hält euch nicht davon ab, wieder an die spitze der skater-szene zurückkehren zu wollen. schließlich ist das grinden, sliden und kickflipen eure leidenschaft. also auf aufs brett. aber erst nachdem ihr euer alter ego erstellt habt. dank eines umfangreichen editors könnt ihr euer spiegelbild erstellen oder so ziemlich jeden, den ihr schon mal rollen lassen wolltet. eingestattet wird der charakter mit echten klamotten echter herstellen. nicht nur hier gibt es ingame-werbung en massen, richtig stören tut das allerdings nie. ihr könnt eure figur auch im nachhinein noch ändern und neu ausstaffieren, allerdings kostet das geld, das erst einmal verdient werden will. geht es dann mit dem frisch entlassenen zum ersten mal auf die strasse, werden die zocker mit den gegebenheiten in der stadt und mit den bewegungsabläufen bekannt gemacht. gesteuert wird immer noch hauptsächlich mit den analogsticks und vereinzelten knopfdrücken. nix mit button-mashing. es braucht seine zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. selbst, wenn man teil 1 gemeistert hat. es sind ein paar tricks wie hand- und foot-plants an kanten dazugekommen und nedings nehmt ihr durch geschickte gewichtsverlagerung fahrt auf. habt ihr einmal den dreh raus und merkt, wie der analogstick zu eurem board und zu euren füßen wird, geht das alles ziemlich intuitiv, aber es erfordert training und ein paar tage ohne übung kann einen ganz schön aus dem tritt bringen. „skate 2“ ist für gelegenheitszocker also nur bedingt zu empfehlen. doch auch unfreiwillige abgänge zahlen sich aus, denn haut es euch runter, wird ein „hall of meat“-punktezähler aktiviert, der bei gebrochenen knochen und flugeinlagen ohne brett heftig nach oben schnellen kann. diese punkte könnt ihr in bares geld ummünzen lassen. es gibt aber wesentlich elegantere möglichkeiten, euch kohle und respekt zu verschaffen. wenn ihr nicht gerade frei in der gegend rumfahrt und das deutlich größer gewordene san vanelona erkundet, gibt es viele missionen und challenges zu erfüllen. an die spots kommt ihr direkt mit einem klick. es empfiehlt sich gerade am anfang dennoch, an die stellen zu fahren oder euch an ein auto zu hängen, das in die gewünschte richtig düst. unterwegs werdet ihr einige besonders schöne skate-plätze oder versteckte boni finden. die events bestehen größtenteils daraus, einen highscore zu knacken, bestimmte tricks auszuführen oder wettrennen zu gewinnen. dabei ist auffällig, wie oft euch passanten anscheinend absichtlich in den weg laufen und euch die score versauen. ist das ein bug oder ein feature? man weiß es nicht. zumindest die cops könnt ihr euch vom hals haltne, in dem ihr euch einen bodyguard holt, der die erzfeinde der boarder ein zeit lang in den schitzkasten nimmt. um euch das leben zu erleichtern, dürft ihr jetzt zudem euer brett in die hand nehmen und laufen. auf diese weise kommt ihr treppen hoch und könnt, was absolut wichtig ist, sachen wie bänke oder rampen marke: ich bastel mir meine lieblingsrail rumschieben. dummerweise ist euer charakter auf dem board wesentlich geschickter als auf seinen beinen. das, möchte man meinen, einfache laufen steuert sich schwamming und ihr werdet euch wundern, warum ihr auf eine seite ausbrecht, obwohl ihr einfach geradeaus gehen wolltet. sei’s drum. es ist ja ein skate- und kein sprintspiel. habt ihr euch durch die aufträge durchgehangelt, landet ihr letztendlich wieder auf eurem thron, den ihr eine zeit lang gegen eine stahl-sitzbrille eintauschen musstet. das alleine wird schon mächtig viel zeit in anspruch nehmen. aber echte langszeitmotivation holt ihr aus dem online-modus raus. in null komma nix und aus dem spielen heraus beamt ihr euch kurzerhand in die ea-server. schnell mal ein ründchen mit den kumpels trickseln oder turniere fahren war wohl nie leichter – wenn auch nur mit den besitzern der deutschen version, was der hierzulande leicht geschnitten ausgabe zu verdanken und mehr als schade ist. sitzt euer gegner neben euch auf der couch, geht das ebenso gut offline im splitscreen. besonders gelungene aktionen könnt ihr mit hilfe eines videoeditors zurechtschneiden und übers netz veröffentlichen. schließlich darf jeder wissen, wie geil ihr seid. an der grafik gibt es eigentlich nichts zu mäkeln. die animationen laufen stets flüssig ab, die stadt ist trotz ihrer irren größe mit details überzogen und die schauplätze werden atmosphärisch präsentiert. vielleicht hätte die ein oder andere nebenfigur ein paar texturen mehr vertragen und die schatten etwas besser herausgearbeitet werden können. aber das ist jammern auf hohem niveau. und sicher hat man insgesamt schönere spiele gesehen. dafür gibt es viel zu entdecken, wobei die ladezeiten angenehm kurz sind. wie sich das für ein ordentliches vier-räder-brett-spiel gehört, peitscht euch der soundtrack richtig ein. namen wie motörhead, die ramones und die white stripes sprechen für sich. ansonsten ist die geräuschkulisse vom einfachen rollen bis zum kratzen bei lip-tricks absolut authentisch – war bei face-plants allerdings etwas unbehaglich wird. nur die sprüche, die eure kumpels in der kampagne abfeuern, sind sehr auf hipp getrimmt und zu cool, um sie so auf der strasse zu hören. „skate 2“ ist nicht gerade gespickt mit neuerungen. das gameplay und die steuerung, also die zentralen punkte, sind eigentlich so gut wie gar nicht verändert worden. aber muss man das, wenn der vorgänger überzeugt hat? aufgrund des gefühls für das brett und der damit einhergehende realismus ist es ohnehin derzeit das referenz. selbst die leicht angestaubt wirkende grafik passt da rein, denn so kommt der „siff“ der schauplätze besser rüber. wenn jetzt noch so kleinigkeiten wie die mangelnde kompatibilität mit game-version aus anderen staaten, die syncho, das laufen und der immer wiederkehrende countdown, der den ohnehin gerne gefrusteten spieler vor jedem versuch begrüßt, verbessert bzw. abgeschafft werden, könnte der name tony hawk womöglich bald nur noch im zusammenhang mit seiner person fallen. ein eindruck vom spiel gefällig? http://skatereel.ea.com/
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