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MX VS. ATV REFLEX |
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Auf in den Matsch: Mit „MX vs. ATV Reflex“ ist ein neuer Teil von THQs Off-Road-Racers in die Läden gerast. Eine neue Engine und eine verbesserte Steruerung soll den Titel des Entwicklerteams Rainbow Studios auf die Überholspur bringen und die Konkurrenz stehen lassen. Und Speed-Freaks mit Feingefühl werden sich tatsächlich über freuen, endlich mal Action mit deutlich weniger Arcade zu bekommen. Man muss wahrlich kein ausgewiesener Kenner der Serie sein, um bei „Reflex“ gleich richtig durchzusteigen. Ein unterhaltsames Video stellt das Spiel und seine Features vor. Zwar werden die Neuigkeiten in den Vordergrund gestellt, aber die sind eben auch für die Frischlinge die wichtigsten Funktionen. Dann geht’s auch schon ans Zusammenstellen des eigenen Fahrers. Name, Profil, Trikotnummer und Overall dürfen ausgewählt werden, wobei die meisten hier getroffenen Einstellungen nicht fix sind. Wer nach einem Rennen etwas Veränderung will, tauscht einfach Anzug oder Nummer. Im eigentlichen Spielmenü stehen euch mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um eure Lust nach Geschwindigkeit und spektakulären Aktionen zu stillen. Die grundlegende Einteilung ist der Karriere-Modus und Arcade-Modus. Bei ersteren geht es mit ganz kleinen Maschinen bei ebenso kleinen Rennserien los. Nach erfolgreichen Fahrten und erfüllten Aufgaben werden zusätzliche Geländefahrzeuge, Tuningteile und Strecken freigeschaltet bzw. könnt ihr sie mit dem verdienten Geld freikaufen. Mit der Zeit werdet ihr feststellen, wie gewohnt umfangreich das Spiel ist. Das könnt ihr allerdings auch einfacher haben: Im Arcade-Bereich sind schon sämtliche Trucks, Sporttrucks, Buggys, ATVs, UTVs und MX Dirtbikes sowie Parcours verfügbar. Schön, um einfach mal schnell loszulegen. Dazu gibt es noch freie Herausforderungen, die nicht gegen andere, sondern gegen die Uhr gefahren werden. Obwohl offensichtlich nur eine Beigabe, können die Vorgaben kann ganz schön aufreibend sein, denn das Zeitfenster ist vor allem für Anfänger sehr knapp bemessen. Die bereits angesprochenen sechs Fahrzeugklassen bestehen aus Fuhrparks von bis zu zehn Modellen pro Klasse. Sie sind noch mal in zwei unterschiedliche ccm-Leistungsklassen unterteilt. Mehr Power bedeutet schlechtere Kontrolle und umgekehrt. Ansonsten unterscheiden die Vehikel innerhalb eines Typs eher nicht, sodass in einer Rennserie stets Chancengleichheit herrscht. Und wenn sich alle Klassen zu einem Stelldichein treffen, muss man sich eben überlegen, womit man zum Sieg kommen will: Die Trucks schlucken Bodenunebenheiten, dafür sind sie träge, wohingegen Motorräder abgehen wie Schmidts Katze, aber im wahrten Sinne des Wortes unter die Räder kommen können. Damit es nicht soweit kommt, solltet ihr euch mit der wichtigsten Veränderung vertraut machen, nämlich die Steuerung. Die ist dem Namen des Games entsprechend Reflex (genauer gesagt Rider Reflex) getauft worden. Jetzt gilt es, nicht mehr nur die Fahrzeuge zu lenken, sondern auch die Fahrer selbst. Das funktioniert a) über die beiden Sticks und b) ziemlich gut. Dadurch ist es möglich, sich richtig in die Kurven zu legen, was dazu führt, viel präziser steuern zu können, Stürze abzufangen und Stunts einzubauen. Verunglückt etwa ein Sprung, zeigt ein Pfeil an, dass die Landung korrigiert werden muss. Reagiert man schnell und bewegt den Stick in die gezeigte Richtung, vermeidet man ungewollten Kontakt mit dem Boden. Aber auch das virtuelle Verlagern des Gewichts ist möglich, um enge Kurven zu fahren oder richtig von Rampen wegzukommen. Das ist echt ein Fortschritt und ein gelungenes Feature, zumal es sich klasse in das Gameplay einfügt. Es braucht jedoch seine Zeit, bis man dieses Element beherrscht. Erst dann solltet ihr euch auf den Multiplayer einlassen. Da steht zwar mehr das Siegen durch schnelles Fahren als die Airs im Vordergrund, doch gekonnte Rettungen sind wichtig, um den Speed zu behalten. Ihr könnt entweder gegen einen Freund auf der Couch im Splitscreen fahren, oder ihr loggt euch ins Netzwerk ein und versucht, bis zu 11 Zocker in Modi wie Zeitfahren oder Omnicross-Rennen inter euch zu lassen. Komischerweise erinnert das Rankingsystem, das euch mit anderen vergleicht und quasi hochleveln lässt, eher an Shooter als an einen Racer, sorgt allerdings in diesem Genre ebenfalls für einen gewissen Motivationsschub. Dafür werden die Ladezeiten on- und offline mit einem Minispiel a la „EA Fifa“ überbrückt. Nur, dass ihr statt Schüsse Sprünge üben könnt. Witzige Idee. Die Grafik überzeugt, ohne Bäume auszureißen. Die Kulissen sind absolut gelungen, die Strecken schön designt und das sich durch Furchen, Unfälle und Radspuren ständig ändernde Profil der Parcours eine Augenweide. Zudem gibt es „dynamischen Dreck“, der mit steigender Rundenzahl an Fahrer und Fahrzeug kleben bleibt. Das weder Reifen noch Karosserie schmutzig werden, ist dann komisch bzw. inkonsequent. Wesentlich störender sind aber die PopUps und die Ruckler, die ab und an den Spielspass etwas vermiesen. Zudem ist nicht jedes Detail gleich sauber programmiert worden, wobei das bei den Rennen nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Beim Sound hätte man sich vielleicht ein wenig mehr Abwechslung und kernigere Motorgeräusche gewünscht, röhren tut er trotzdem gut. Dazu noch treibende Rockbeats – das passt. Fazit:
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