GUITAR HERO 3: LEGENDS OF ROCK /
GUITAR HERO: WORLD TOUR

pusbisher: activision

vö: 22.11.07 / 20.11.08

system: ps3 (test), ps2, xbox 360, pc

wertung: 9.2 von 10


   

nanu. eine „guitar hero 3: legends of rock“-besprechung, obwohl „guitar hero: world tour“ gerade rausgekommen ist? ja, warum nicht? weil die nachfrage für den aktuellen teil bei activison so groß war, dass alle pressemuster weg gingen, wie die picks von farin urlaub, hat mir die mehr als nette pr-abteilung den etwas älteren, aber immer noch fantastischen teil zukommen lassen. vielen dank dafür! im gegensatz zu „world tour“, bei der eine komplette band simuliert werden kann, geht es in „lor“ um die basics: dem hämmern auf die gitarre! rock- und heavy-fans werden wahrscheinlich mit hilfe des spiels schon länger ihren stars nacheifern. aber eigentlich sollte sich jeder, wirklich jeder, egal welches alter, egal welcher art spieler, zumindest einmal den fabulösen gitarrencontroller geschnappt haben und über 40 jahre musikgeschichte am eigenen erspielen.

der gitarrenförmige controller hat die serie bekannt gemacht. in diesem teil bekommt ihr (in der regulären version) einen nachbau der legendären gibson les paul gitarre mitgeliefert. damit darf man sich zumindest viruell in die reihe von eric clapton, jimi hendrix, bob dylan, the edge von u2, foo fighter dave grohl, james hetfield und slash stellen. im gegensatz zu den anderen gitarren die zuvor im bundle mit guitar hero ausgeliefert wurden, ist diese jetzt viel besser verarbeitet, wenngleich sie auch etwas kleiner ausfällt. dadurch veringert sich aber auch sein gewicht, weswegen sie wiederum leichter zu handhaben ist. und linkshänder können sie durch die, über den ganzen hals liegenden tasten und der entsprechenden einstellung im optionsmenü auch bearbeiten.

die steuerung mittels dieses kabellosen controllers ist denkbar simpel und einfach, funktioniert darüber absolut zuverlässig. das ist essentiell wichtig, um das vorgegebene timing halten zu können. nur mit dem gezielten drücken des grünen, roten, blauen, gelben oder orangenen knopfs am oberen ende des gitarrenhalses und dem kippen des schalters am guitarrenkörper, der die bewegung eines plektrums auf den gitarrensaiten imitieren soll, kommt der richtige sound rüber. funktioniert einwandfrei und sollte eigentlich auch selbsterklärend sein, wenn man sich das gameplay ansieht - das denkbar einfach ist: es kommen diverse noten in form von kreisen und sterne auf den spieler zu. je nach farbe, die sie haben, muss die entsprechende taste am hals gedrückt und, wenn die note die „spiellinie“ erreicht, der kippschalter abeschlagen werden. gilt es im einfachen modus lediglich drei tasten zu drücken, steigert sich das ganze bis hin zum “profi”-modus, der euch riffs (schnelle tonfolgen) und akkorde (mehrere tasten gleichzeitig) um die ohren haut. je besser die noten getroffen werden, desto höher steht das “rock-o-meter”. wer zu viele fehler macht, wird von der bühne gejagt und bekommt ein „game over“. ist das messgerät mit eurer leistung zufrieden, könnt ihr einen track bis zum ende durchschreddern, bekommt bescheinigt, dass ihr rockt, und macht nebenbei ordentlich punkte. die braucht ihr, um eure einnahmen zu steigern, die ihr wiederum im bonusmaterial wie videos, neue stücke, neue virtuelle gitarren und klamotten ummünzt. besonders viele punkte bekommt ihr, wenn ihr viele sternförmige noten richtig spielt. dann dürft ihr durch theatralisches hochreißen der gitarre den “starpower-modus” aktivieren, der den aktuellen score in die höhe schraubt.

in der singleplayer-story von „guitar hero iii“ dreht sich alles um eine rockband, die von der garage auf die ganz große bühne will. in einer witzig erzählten geschichte werden sämtliche rock-klischées verbraten. ihr werdet entdeckt, dreht videos, macht touren und werdet von jemanden gelinkt, dem komischerweise immer eine verbindung zu rock'n'roll nachgesagt wird. natürlich spielt ihr den gitarristen, ohne dessen zauberhände ein weiterkommen nicht möglich ist. die kampagne bestehend aus 42 songs können auf “leicht”, “mittel”, “schwer” und “profi” absolviert werden. richtig spass machen solche spiele aber natürlich in der gruppe – oder in der kleinster gruppe, also zu zweit. deswegen ist es nur logisch von den entwicklern, einen koop-modus einzubauen. er lädt zwei zocker dazu ein, richtig abzurocken. dabei übernimmt einer die lead- , der andere die rhythmus- oder bassgitarre. der jeweilige schwierigkeitsgrad ist einzeln anwählbar. außerdem gibt es noch einen battle-mode, bei dem ihr gegen tom morello, slash und lou antreten müsst.

natürlich steht im zeitalter des multiplayer-gamings auch ein dementsprechender online-modus zur verfügung, bei dem man sich mit anderen spielern messen, bzw. eine kooperative partie auf´s parkett legen. im internet stehen einem dann noch die obligatorischen ranglisten zur verfügung, um sich mit den anderen gitarrenhelden messen zu können. wer mehr mukke will, wird bei den online-plattformen der konsolen ebenfalls fündig.

die grafik ist aufgrund des spielprinzips eher nebensächlich. die macher setzen im charakterdesign auf abgedrehten gestalten, die auch wirklich kein klischee des genres vermissen lassen. sei es nun der punk mit seiner stacheligen irokesenfrisur, das quirlige girly, das so aussieht, als wäre es einer weiblichen japano-pop-band entsprungen oder der black metal gitarrist, der stilecht mit nieten, bzw. corpsepaint in bester kiss-tradition aufwartet. im spiel selbst ist alles eher comichaft gestaltet. highlight sind die zeichentrick-zwischensequenzen, die viele gags parat halten. diese kurzen sequenzen treiben die kleine, aber feine und natürlich ebenso klischeeüberladene story weiter voran. ansonsten ist die grafik durchaus passend, lässt zwar keine münder offen stehen, aber kann durch die witzigen anspielungen punkten.

doch kommen wir zum guten schluss noch zu einem der zentralen punkten bei musikspielen: die musikauswahl. ich würde sie als genial beschreiben und präsentiert sich in astreinem dolby digital klang. hier das gros der „gh:lod“-songliste. angefangen mit den tracks der singleplayer-karriere:

· 3´s & 7´s - queens of the stone age (2007)
· anarchy in the uk - sex pistols (original 1976, re-recorded 2007)
· barracuda - heart (1977)
· before i forget - slipknot (2004)
· black magic woman - santana (1970)
· black sunshine - white zombie (1992)
· bulls on parade - rage against the machine (1996)
· cherub rock - the smashing pumpkins (1993)
· cliffs of dover - eric johnson (1990)
· cult of personality - living colour (original 1988, re-recorded 2007)
· even flow - pearl jam (1991)
· guitar battle vs. lou - inspired by charlie daniels band (2007)
· guitar battle vs. slash - slash
· guitar battle vs. tom morello - tom morello
· hit me with your best shot - pat benatar (1980)
· holiday in cambodia - dead kennedys (1980)
· knights of cydonia - muse (2006)
· kool thing - sonic youth (1990)
· la grange - zz top (1973)
· lay down - priestess (2006)
· mississippi queen - mountain (1970)
· miss murder - afi (2006)
· my name is jonas - weezer (1994)
· number of the beast - iron maiden (1982)
· one - metallica (1988)
· paint it black - the rolling stones (1966)
· paranoid - black sabbath (1970)
· pride and joy - stevie ray vaughan (1983)
· raining blood - slayer (1986)
· rock and roll all nite - kiss (1975)
· rock you like a hurricane - scorpions (1984)
· same old song and dance - aerosmith (1974)
· school´s out - alice cooper (1972)
· slow ride - foghat (1975)
· story of my life - social distortion (1990)
· stricken - disturbed (2005)
· sunshine of your love - cream (1968)
· talk to me dirty - poison (1986)
· the metal - tenacious d (2006)
· the seeker - the who (1971)
· welcome to the jungle - guns n´ roses (1987)
· when you were young - the killers (2006)

die 20 + x freispielbaren bonussongs lassen wir mal weg – wir wollen ja nicht spoilern ;). aber die sechs songs aus dem koop-modus gibt’s noch:

· cities on flame with rock and roll - blue öyster cult (1972)
· helicopter - bloc party (2005)
· monsters - matchbook romance (2006)
· reptilia - the strokes (2003)
· sabotage - beastie boys (1994)
· suck my kiss - red hot chili peppers (1991)

 

„guitar hero iii: legends of rock“ ist einfach ein gaming-vergnügen für jeden spielertyp, mit denen ihr man einmal einen familienabend gestalten kann. die songauswahl ist absolut amtlich ist und der gibson les paul-gitarrennachbau ist sauber verarbeitet. für genrefreunde und alle, die es werden, ist dieses spiel eine absolute empfehlung, die euch die luftgitarre an den luftnagel hängen lässt. und die „world tour“ wird dem sicher in nichts nachstehen.

 

rock on! http://www.guitarherogame.de