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GRAND THEFT AUTO |
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ja, es stimmt schon: es ist ein bisschen spät für ein review zu einem spiel, das selbst nicht-gamern inzwischen etwas sagen wird. doch erstens wollte der multiplayer ausführlichst getestet werden und zweitens müssen alle - wirklich alle - next-gen-konsolenbesitzer davon überzeugt werden, sich dieses teil zu holen. es ist ein meilenstein der gaming-geschichte. wie bereits angedeutet, will ich das hauptaugenmerkt auf den multiplayer legen. deswegen bin ich so frei, meine allgemeine meinung zu gta 4 von mir selbst abzuschreiben. da sich sogar die berliner zeitung damit befasst hat, durfte ich es für sie testen. aber erst noch kurz, was bisher geschah: der erste teil der grand theft auto-serie erschien 1997, bereits zwei jahre später kam der überarbeitete teil 2 auf den markt. die ersten beiden teile besitzen ein fast identisches spielprinzip: hier wie da wird die spielfigur mit blick aus der 2d-vogelperspektive gesteuert und die spiele setzen sich aus verbrecherlaufbahnen zusammen, die jeweils in einer stadt spielen. mit gta iii (2001) wurde eine 3d-spielwelt eingeführt, in der die spielfigur aus einer dritte-person-ansicht gesteuert wird. weitere ableger wie gta advance, gta: liberty city stories oder gta: vice city stories haben keine entscheidenden entwicklungen in die spieleserie eingebracht. "in der euphorie um das atmosphärisch kaum zu übertreffende gangsterepos wurde in den medien häufig nicht erwähnt, dass "gta iv" vor allem eines ist: abwechslungsreiche und technisch ausgereifte erwachsenenunterhaltung, die spieler über einen sehr langen zeitraum in seinen bann ziehen kann. für einige zocker ist das wichtiger als brillante grafiken und verwobene handlungsstränge. sie wollen für ihr geld einen titel bekommen, der sie möglichst nachhaltig beschäftigt und der sie immer wieder aufs neue fordert. das schafften klassiker wie das berühmte "tetris". und das schafft auch "gta iv". allein der einspieler-modus rechtfertigt schon die 60 euro teure investition. die geschichte des vom spieler gesteuerten antihelden niko bellic, der aus dem ehemaligen jugoslawien flüchten muss und in den usa ein neues leben anfangen will, ist nicht schnell erzählt. der aufstieg des kantigen serben vom kleinganoven zum gangsterboss wurde in 90 missionen unterteilt, die ein durchschnittlicher gamer in rund 40 bis 50 stunden absolviert hat. solo-kampagnen in vergleichbaren aktuellen videospielen enden oftmals schon nach zehn stunden. doch "gta iv" besteht eben nicht nur aus aufgaben: die extrem detaillierte welt von liberty city, einer new york nachempfundenen und frei zu erkundenden metropole, will entdeckt werden. an fast jeder ecke gibt es eine bar, die zu einer partie billard oder darts einlädt. jeder nachtclub will besucht, jede alternative missionslösung ausprobiert und jedes fahrzeug geklaut (daher der name "grand theft auto", also "schwerer autodiebstahl") werden -obwohl der spieler weiß, dass ein unrecht die polizei auf den plan ruft. weil zu dieser freiheit gehört, nach wunsch oder aufgrund mangelnder optionen gewalt anzuwenden, muss hier betont werden, dass der titel für minderjährige ungeeignet ist. der umgang mit teils harten szenen erfordert definitiv eine gewisse reife. sollte der spieler tatsächlich einmal der einsamen spaziergänge und -fahrten durch liberty city überdrüssig sein, kann er sich im mehrspieler-modus online mit bis zu 16 zockern aus aller welt messen. von rennspielen mit auto, motorrad und helikopter, über missionen, bei denen mehrere gamer zusammenarbeiten müssen, bis hin zum freien modus, der die stadt in einen gigantischen spielplatz verwandelt, dürfte mindestens eine der 15 spielvarianten für den "gta"-besitzer einen erheblichen mehrwert bedeuten. ganz nüchtern betrachtet hat "grand theft auto iv" das zeug, häufiger als andere spiele in die playstation 3 bzw. xbox 360 eingelegt zu werden. ständig gibt es etwas zu entdecken. sei es als passant, der beeindruckt von der szenerie durch die straßen von liberty city läuft, oder als bellic, der jenseits von gut und böse die gesetze der stadt ignoriert -oder eben nicht. diese absolute kontrolle macht "gta iv" einmalig und wird die gamer noch lange fesseln. die von den medien gelobte persiflierung des "american way of life" durch gnadenlos überzeichnete charaktere und die hochwertigen filmsequenzen sind fast nur noch nebensache." na, war euch das zu hochgestochen? tja, war ja auch mein offizieller test. ums nochmal auf den punkt zu bringen: "gta iv" ist der hammer. vielleicht nicht unbedingt aufgrund der grafik. hier und da poppt was auf, die schatten wirken etwas verwaschen. aber bei den details ist das wirklich zu verkraften. außerdem wiederholt sich die art der aufträge (klau das, rede mit dem). das ist bei früheren gtas aber auch nicht anders und solange ich bock drauf habe, ist das kein beinbruch. und ich habe bock drauf, denn es gibt immer etwas neues zu entdecken, dank der physik-engine immer neue abgefahrene sachen zu tun. das macht einfach jedes mal aufs neue spass. nun aber wie versprochen zum multiplayer. wie wir schon gelernt haben, können bis zu 16 leutchen am an den fulminanten massenschlachten teilnehmen. während die zockergemeide am anfang doch recht häufig aus spielen geflogen ist und freezes an der tagesordnung waren, sind die verbindungen mittlerweile recht stabil. er startet beim ersten mal mit der erstellung eines avatars. ihr könnt euer alter ego ganz individuell gestalten und bestimmen, welches geschlecht, hautfarbe, haarfarbe, ... es haben sollen. außerdem haben die hosts die möglichkeit, verschiedene parameter wie verkehrsdichte oder polizeipräsenz festzulegen. dann könnt ihr die schweine fliegen lassen: die 15 spielmodi beinhalten neben shooter-klassikern wie deathmatch und team-deathmatch mit oder ohne zielhilfe, auch "normale" autorennen mit und ohne waffe. wer lieberty city einfach nur zu einem riesigen spielplatz machem will, begiebt sich in die "free for all"/party-arena. dort könnt ihr tun und lassen, was ihr wollt. sightseeing war nie einfachen - und es lohnt sich, wirklich überall mal gewesen zu sein. wie das innenleben der gta-variante der freiheitsstatue aussieht, sollte sich ja bereits herumgesprochen haben. aber das zu sehen ist dann wieder etwas anderes. nicht nur hier lohnt sich ein headset, mit dem ihr euch besprechen und taktiken festlegen könnt. es gibt auch maps, in denen bestimmte aufgaben zu erfüllen sind. da muss sich dann beispielsweise ein team finden, die ein geldtransport klauen und in sicherheit bringen. oder einer muss sich ein auto holen und der rest der meute versucht als vertreter von recht und ordnung, ihn daran zu hindern bzw. ihn zu stoppen. es geht aber auch weniger filigran: im clan-kriegen geht es schicht und ergreifend darum, das viertel des gegners und sie selbst platt zu machen. im recht großen waffenarsenal werden ihr stets neue möglichkeiten finden, ein gebäude ohne den einsatz einer abrissbirne zu zerlegen. auch im "mafia"-modus, in dem eine ganze reihe von anschlägen möglichst schnell hintereinander ausgeführt werden müssen, geht es ganz schön zur sache. ein highlight dürfte "hangmans noose" sein, in dem man als personenschützer für einen mafia-boss fungiert. der noose- (aka swat-)team der lc-police sitzt euch dabei ständig im nacken. für jede gelungene aktion gibt es hier und bei den anderen multiplayer-spielen geld, mit dem man sich innerhalb des gewählten modus hochleveln kann, um seine stats zu verbessern. noch einmal: selbst wer eine next-gen-konsole sein eigen nennt, aber "gta iv" jetzt noch nicht hat, sollte schleunigst in den laden rennen und es holen. der spielwert liegt um so vieles höher als die 50 oder so euro, die das game kostet, es lohnt sich eigentlich schon, sich für dieses meisterwerk eine ps3 anzuschaffen. in diesem sinne geht ich jetzt erst mal zocken. welcome to liberty city: http://www.rockstargames.com/IV/
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