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GEHEIMAKTE 2 - PURITAS CORDIS |
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es ist zwei jahre her als nina kalenkow und max gruber auf der suche nach ninas vater das rätsel um die tunguska-region in russland gelöst und geklärt haben, warum die menschheit 1908 beinahe ausgeschlöscht wurde. das spiel überraschte mit einer guten, spannend erzählten geschichte, kniffligen rätseln und intelligentem gameplay. man ist geneigt, sogar so weit zu gehen und zu sagen, dass „geheimakte tunguska“ das point’n’click-adventure wiederbelebt hat. kein wunder also, dass nina und max wieder zu tun bekommen. und erneut sind sie einer ungeheuren sache auf der spur. die story erinnert an „die purpurnen flüsse“, „der davinci-code“ oder tom clancy-verfilmungen – allerdings mit einem apokalyptischeren touch als meisten blockbuster aus der richtung thiller. nina und max haben sich getrennt. nicht nur räumlich, sondern auch gefühlstechnisch. während die eine bei einer in hamburg startenden bootstour das auseinandergehen verarbeiten will, geht der andere in den indischen dschungel. doch ruhe finden beide nicht. im gegenteil. nina wird noch vor dem ablegen ihres kahns zeugin eines mordes und wird von einem (noch) unbekannten davor bewart, das nächste opfer zu werden. auf hoher see werden sie auch noch von einem tsunami erfasst, der unter anderem die halbe nordseeküste unter wasser setzt. max dagegen traut seinen augen nicht, als er in einem tempel auf einer vor einer maschine steht, die eine bombe in ein tiefes loch in der erde fallen lässt. die folge ist der ausbruch einen gewaltigen vulkans, der den himmel über schwärzt. wie sich herausstellt, hängen diese beiden und weitere naturkatastophen, die die welt gerade in atem halten, miteinander zusammen. verantwortlich für sie ist eine endzeit-sekte namens „puritas cordis“, die die welt, wie wir sie kennen, auslöschen wollen, um die prophezeiung eines tausend jahre alten schriftstücks wahr werden zulassen. als unsere hauptdarsteller kapieren, dass ihre erlebnisse anscheinend zusammenhängen, schieben sie ihre persönlichen differenzen erstmal beiseite und versuchen, das papier zu finden und die sekte dingfest zu machen. bis es soweit ist, müssen nina, max und andere spielbare charaktere im typischen adventure-stil viele richtige entscheidungen treffen, viele informationen beschaffen und viele gegenstände ihre mal mehr, mal weniger offensichtlichen bestimmungen zuzuführen. wer angst hat, ein wichtiges utensil zu übersehen, kann, wie im ersten teil, mit einem kopfdruck alles hotspots, die sich auf dem bildschirm befinden, aufleuchten lassen. und bevor jetzt jemand „cheating!“ brüllt: nur weil man ein objekt hat, muss man noch lange nicht wissen, was man damit anstellen muss. und solche hilfe ist auf jeden fall sinnvoller, als etwa einfach ein kapitel vorspulen zu können, wenn man nicht weiter kommt. alles eingesammelte landet im gepäck der beiden. das inventar samt den optionen, was die spielfigut tun oder sagen soll, wird im unteren teil des bildes als interface dargestellt. so schön groß und deshalb leicht erkennbar die symbole auch sind, hätte man sie vielleicht doch keiner machen können, um nicht immer durch das ganze inventar scollen zu müssen, braucht man einen gegenstand am anderen ende der liste. eine zweite leiste hätte sich angeboten. aber das ist wohl geschmackssache. es geht ja eigentlich auch darum, die gegenstände sinnvoll zu nutzen, damit die komplexe und spannend erzählte handlung weitergeführt werden kann – wobei ab und zu das logische knobeln aus dem ersten teil jetzt zuweilen einfaches durchprobieren der objekte ersetzt. schade eigentlich, aber kein grund, die fortsetzung für zu leicht zu halten. das niveau der kniffel-einlagen steigt mit der spieldauer (und fällt kurioserweise gegen spieleende hin wieder). und schließlich probieren echte abenteurer dinge nicht einfach aus, sondern wählen sie mit bedacht, um nur einen versuch zur lösung eines rätsels zu benötigen. an optik und akustik gibt es so gut wie nichts auszusetzen. die mit viel liebe zu detail gezeichneten bilder, durch die die spieler manchmal perspektiv etwas falsch anmutend gehen, sind ein augenschmaus. ebenso wie die, der jeweiligen stimmung angepasste musik und die gelungene synchro mit so manchem guten witz, sorgen licht- und schattenspiele, unschärfen und zu eine absolut stimmige atmosphäre - wenngleich die vielen details und einzelheiten eines szenarios die suche nach brauchbarem zeug erheblich erschweren. das gehört allerdings auch zum adventure-genre und ist teil der herausforderung. einzig die rendergrafiken in zwischensequenzen wirken etwas altbacken. hier sieht beispielweise ein dschungel schlechter aus, als der in-game-dschungel bei „farcry“. zum gameplay gibt es nicht viel zu sagen. auf ein objekt, eine person oder eine antwortmöglichkeit mit der maus zeigen, drücken und dann wird eingesteckt, angesprochen oder das gewählte gesagt. ebenso wählt ihr den weg, den euer charakter laufen soll. point’n’click eben ;). die spielzeit ist nicht wahnsinnig lang, aber ok: erfahrene rätsler werden in rund 10 stunden durch sein, einsteiger werden gut 15 stunden investieren müssen. die idee einer fanatischen sekte, die den weltuntergang herbeiführen will, ist nicht neu. dennoch erzählt „geheimakte - puritas cordis“ die geschichte durch viele wendungen, verwobene handlungsstränge und gelegentlichen humorvollen einlagen nie langweilig. die gut ausgearbeiteten charaktere und die sehenswerten schauplätze trösten über das ein oder andere rätsel, dessen lösungsweg nur bedingt mit logik zu tun hat. für adventure-freunde und alle, die es werden wollen, auf jeden fall eine kaufempfehlung, zumal sich die aufwendige verpackung auf dem regal sicher nicht schlecht macht. alle infos zum spiel + demo gibt's bei http://www.geheimakte-game.de
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