DISNEY SING IT / HIGH SCHOOL MUSICAL 3 - DISNEY SING IT

pusbisher: disney interactive

vö: 31.10.08 / 21.11.08

system: ps2 (test), ps3, xbox 360, wii

wertung: 8.1 von 10


   

es ist weihnachten und natürlich werden wieder bei heranwachsenden besonders beliebte franchises bis zum overkill ausgeschlachtet. da wird von den geschmackvolle fleece-decken über seifenspender bis hin zur spardose mit den anglitz sämtlichen teen-stars verziert. aber vielmehr als sie nur zu sehen will der nachwuchs ihren idolen nacheifern. einmal so cool sein wie hannah montana oder die jonas brüder und die bühne rocken. tja, disney macht’s möglich. mit „sing it!“ und „high school musical 3 - disney sing it“ veröffentlicht die company zwei titel, die kleine und große kinder in die gutelaune-welt der musikalischen micky-maus-horde bringt.

„disney sing it“ und „high school musical 3 - disney sing it“ sind karaoke-spiele im stile von singstar. voraussetzung ist neben den spielen auch zumindest ein mikro. beides wird zusammen im set oder einzeln verkauft, wobei auch in singstar-, rockband- oder guitar hero-mirkrofone gezwischert werden darf. im startmenü werden verschiedene spielmodi angeboten: für karaoke-anfänger ist es sinnvoll, mit „sing it pro“ zu beginnen, der gesangsübungen beinhaltet. mutigere können sich gleich „schnell ins spiel“ stürzen. hier wird nur ausgewählt, ob man solo, in duell-form, bei denen mehrere gegeneinander spielen und die höchstpunktzahl entscheidet, oder im duett gröhlen will. den rest erledigt die cpu.

wer mehr kontrolle haben will, geht in die einzel- oder mehrspieler-option. im singlepayer gilt es, alleine um punkte zu singen und die highscore zu knacken, bei „nur die stimme“ seine textsicherheit zum besten zu geben (der songtext wird nicht angezeigt) oder sich im gig-modus seine lieblingslieder zu einer konzert-tracklist zusammenzubasteln. der multiplayer beherbergt neben der herkömmlichen duett- und duell-auswahl ein team-spiel, bei dem mehrere spieler als verbündete duett- oder duell-meisterschaften austragen. ein lied gestartet läuft das ganze nach altbekannten, aber erfolgreichem muster ab: die videos, die den original-filmen, - serien oder –clips entnommen sind, starten und am unteren bildschirmrand laufen die zeilen durch. der zu singende text wird eingefärbt. gleichzeigt wird darüber die tonhöhe und –länge angezeigt. wenn die getroffen werden, gibt’s punkte.

--------------------------------------------------------------------------------

man kann videogames, in dem es um musik gehen schlecht besprechen, ohne zu wissen, welche songs darin vorkommen. nicht-disney-channel-kucker werden mit den titeln wenig anfangen könne, aber fans (wie meine nichte) werden sich für die tracklistings durchaus begeistern. auf „disney sing it“ finden sich die highlights aus disney-produktionen wie „hannah montana“, „camp rock“, ein paar „high school musical“-lieder und einzelne singles, die die akteure nebenher selbst herausgebracht haben.

- aly & aj: “like whoa“, „potential break-up song“, „chemicals react“
- jesse mccartney: „she's no you“
- jordan pruitt: „jump to the rhythm“, „outside looking in“
- hannah montana/miley cyrus: „best of both worlds“, „life is what you make it“, „nobody's perfect“, „rock star“, „girls night out“, „see you again“, „start all over“
- billy ray cyrus: „ready, set, don't go“
- everlife: „find yourself in you“, „real wild child“
- aus cheetah girls 3: one world
- aus cheetah girls 2: „dance with me“, „ the party's just begun“
- vanessa hudgens: „say ok“
- corbin bleu: „push it to the limit“
- aus high school musical 1: „breaking free“, „get'cha head in the game“, „start of something new“
- aus high school musical 2: „bet on it“, „fabulous“, „what time is it“, „you are the music in me“
- aus camp rock (1): – „we rock“, „start the party“, „this is me“, „gotta find you“, „play my music“, „hasta la vista“, „here i am“


bei „high school musical 3 - disney sing it“ ist mehr drin, als der titel verpricht: er enthält nicht die nur die ohrwürmer aus dem letzten film der reihe. vielmehr dürfen sich angehende supertalent-kandidaten an den besten 20 liedern der choreografie-genies aus der oberschule versuchen.

- aus high school musical 1: „start of something new“, „get'cha head in the game“, „bop to the top“, „stick to the status quo“, „when there was me and you“, „breaking free“, „we're all in this together“, “what time is it“
- aus high school musical 2: „fabulous“, „you are the music in me“, „gotta go my own way“, „everyday“, „all for one“
- aus high school musical 3: „i want it all“, „can i have this dance“, „just wanna be with you“, „a night to remember“, „the boys are back“, „walk away“, „high school musical“


--------------------------------------------------------------------------------


im umfang hängt die hsm-edition mit 20 tracks gegenüber der eher thema-unspezifischen „sing it“ mit stattlichen 35 liedern ziemlich hinterher. da es sich aber um so was wie ein best of handelt und hardcore-high-schooler wohl auch einfach nur die lieder aus ihren lieblings-blockbustern trällern wollen, ist das durchaus in ordnung, auch wenn beide ps2-games preislich mit je 30 euro auf der selben ebene liegen.

grundsätzlich ist eher für die jüngeren geeignet, die noch nicht soviel mit herzschmerz zu tun haben. gleichzeitig muss man anmerken, dass selbstverständlich alle songs auf englisch daher kommen. wenn die kids nun gerade mit der fremdsprache angefangen haben, ist es ihnen kaum möglich, den texten zu folgen. die meisten werden das durch simples „lalala“ übergehen, was ja auch mehr als legitim ist. dennoch mag es für einzelne, ehrgeizige teens zuweilen frustriend sein, die songs wegen durchschnittlicher oder nicht vorhandener englisch-kenntnisse hinzubekommen. auf der anderen seite kann das wiederum dazu führen, dass der nachwuchs dann lieber englisch paukt, um fehlerfreie gesangseinlagen von sich geben zu können oder zu verstehen, was da eigentlich gerade im chor geschmettert wird (siehe die kleinen französinnen, die wegen tokio hotel deutsch lernen). wenn es tatsächlich etwas zu bemängeln gibt, dann die schrift. der songtext wird nämlich in einem ziemlich kleinen schriftgrad angzeigt. naja, der nachwuchs hat ja noch gute augen.

ich ende mit dem anfang: „disney sing it“ und „high school musical 3 - disney sing it“ sind karaoke-spiele – man liebt sie oder man hasst sie. bei 2 promille ist die grenze fließend, aber natürlich hat die zielgruppe dieser games (so hoff ich doch!) noch nichts mit alkohol am hut. deswegen muss der erfolg der protagonisten und der songs, die nachgeträller werden, für sich sprechen. und das tut er. hanna montana, die singende schülerschaft und der rest der disney-bande machen mehr geld, als dagobert duck in seinem speicher unterbringen könne. von daher ist die wahrscheinlichkeit, einen teen zu treffen, der nichts mit den next-gen-popstars anfangen kann, eher klein. in letzter konsequenz bedeutet das, dass ihr mit dem kauf der titel für euer geschwisterlein oder, sofern fan der jugend-unterhaltung, für euch selbst nichts falsch machen könnt.


mehr infos, videos und bilder zu den spielen: http://www.disney.de/