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CRASH - HERRSCHER DER MUTANTEN |
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was hat eine hose an, dreht sich wie der tasmanische teufel und ist eigentlich eine beutelratte? richtig. crash bandicoot. und gernau der darf in „crash – herrscher der mutanten“ wieder kräftig um sich hauen. auch dieses mal ist seine schwester coco und der lusitge maskenmann aku aku mit von der partie. zusammen mit ihnen macht er sich auf, einmal mehr die dunklen machenschaften von erzfeind neo cortex, entschuldigung, doktor neo cortex zu durchkreuzen. dabei helfen den beiden ausgerechnet die ungetüme, die ihren ihr erzfeind auf den hals jagt. der held mit dem debilsten grinsen der videospielgeschichte muss cortex von der quitschbunten wumpa island zu vertreiben. der wahnsinnige wissenschaftler, der sich künstlich verjüngt hat und stärker den je ist, hat eine maske entwickelt, die eine art internet-interface ist und seinen trägern alles, was irgendwie digital empfangbar ist, direkt ans hirn projiziert. die wumpas finden das natürlich toll. nur dummerweise verwandelt sie die maske nach und nach in fiese, übergroße mutanen (einschub: meiner meinung nach übrigens eine seeeeehr subtile anspielung an die vermeintliche verdummung durch moderne medien). mit ihrer hilfe will er nicht weniger als die weltherrschaft an sich reißen. aber da hat er die rechnung ohne crash und coco gemacht. an die idee des vorgängers anschließend haben die beiden die möglichkeit, die mutanten umzupolen, sie für ihre zwecke zu nutzen und sich so gewisse physikalische gesetze zu eigen zu machen. der eine kann eis versprühen, der andere wasser, der dritte schwere gegenstände hochheben usw. wenn crash, dessen freunde ebenfalls unter der macht der masken stehen, nun die halbzombies mit bekannten wirbelattacke und anderen schlagenden argumenten sternchen sehen lässt, kann der ihnen auf den rücken steigen, sie dank der schon altbekannten und allhelfenden aku aku-masken selbst unter kontrolle zu bringen und sie so lenken. so könnt ihr über den kleinen umweg namens mutant seen vereisen und über sie gehen, die zeit verlangsamen oder steine aus dem weg räumen. all das müsst ihr auch tun, um die straßen in wumpa island ergründen zu können und am ende des weges letztendlich cortex gegenüberzutreten. welche straßen ihr dabei wann einschlagt, liegt an euch, denn erstmalig werden die beutelratten in einer freien welt losgelassen. ihr entscheidet, welche von cocos oder aku akus gestellten aufgaben als nächstes abgehandelt werden soll. zumindest in der theorie. tatsächlich werdet ihr von einer ecke der insel, wo ein bestimmter mutantentyp sein unwesen treibt, in die andere geschickt, in der ein hindernis liegt, das sich nur von genau dieser gen-abwandlung aus dem weg räumen lässt. und so kommt ihr verdammt oft an denselben stellen vorbei, was der motivation nicht unbedingt zuträglich ist. wenn die mutanten, die eine eigene lebensanzeige haben, unterwegs auch noch abnippeln, ist das doppelt so frustrierend. um das zu verhindern, ist es sinnvoll, nicht nur crash sondern auch sie mit den gerne in kisten verteilen mojo aufzupowern. sie verstärken die fähigkeiten von euch oder euren versklavten riesen. außerdem dürft ihr einen mutanten in eurer tasche verschwinden lassen und ihn gegen einen vielleicht geschwächten oder unnützem titan austauschen. als jump’n’run sind einige passagen, überraschung, nur zu bewältigen und hinter sich zu lassen, in dem ihr rennt und springt. doch crash hat auch das buddeln gelernt und gräbt sich manchmal einfach unter mäuerchen und andere blockaden hindurch. früher (so nach sieben stunden) oder später (so nach zehn stunden) werdet ihr dann auf die verschiedenen arten alle widerstände gemeistert haben. wer neben den 16 hauptmissionen aber noch die zahlreichen nebenaufträge erfüllt, wird länger beschäftig sein. dafür gibt’s dann aber auch boni wie videos oder lustige outfits. das einsammeln ist wie das spielen an sich im (offline-)koop am lustigsten. neben crash dürfen coco oder aku aku auf knopfdruck einsteigen und die mutanten reiten, wobei aku aku nicht haue sondern hühner (!) verteilt und damit die bösen aus der fassung bringt. das ist übrigens zusammen mit dem rumschwirren um crash auch schon alles, was die voodoo-puppe kann. genau dieser humor ist es, den die crash-spiele schon immer ausgemacht haben und der auch in diesem teil nicht zu kurz kommt. vor allem die zwischensequenzen sind urkomisch. die gute syncho leistet ihren teil zum vergnügen und den gelungenen sound. den rest erledigt die passende soundkulisse. doch ein problem hat das spiel zu zweit: die kamera ist recht starr und hat crash stets im fokus. coco muss sich also an seine bewegungen anpassen, weil sie sonst unter umständen so weit am bildrand (oder daneben) ist, dass ihr nur noch erahnen könnt, wo sie sich befindet. doch selbst auf solopfaden bringt einem die steife kamera vor allem in den echten spring-einlagen in schwierigkeiten. wollt oder müsst ihr den hier neu eingeführten doppelsprung machen, wird die sache noch mal komplizierter. statt nämlich einfach nur 2x sprung zu drücken, bedient ihr einmal die sprungtaste und dann den analogstick. warum auch immer. wenigstens hält sie beutelratte am rand fest, wenns mal knapp wird. aber was hat man in einem cartoon - und der grafikstil ist hier bekanntermaßen so angelegt - schon zu verliere, außer einem leben, einem mutanten und zuweilen die geduld? über die minus-punkte lässt sich nicht hinwegsehen, dennoch ist "crash - herrscher der mutanten" vor allem für casual gamer ein unterhaltsamer zeitvertreib. der recht niedrige schwierigkeitsgrad wird selbst bei ihnen nur die kameraführung für momente der verzweiflung sorgen. dafür werden sich sogar dauerzocker bei den gekonnt in szene gesetzten albernheiten das lachen nicht verkreifen können. das spiel ist in keiner weise wichtig, aber es macht, in häppchen gezockt, spaß. und darauf kommt es letztendlich an. einmal durchdrehen bitte! http://village.crashbandicoot.com |
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