BURNOUT PARADISE

pusbisher: electronic arts

vö: 13.01.08

systeme: ps3, xbox 360

wertung: 8.2 von 10


   

wieder einmal ist es zeit, den zivilverkehr zur seite zu schubsen und die gegner von der straßen zu rammen! in „burnout paradise“ dürft ihr einmal mehr berge von schrott produzieren und punkte für waghalsige manöver kassieren. trotzdem werden viele „burnout“-fans ihr spiel fast nicht wieder erkennen.

der fünfte teil des action-racers wurde von grund auf neu konzipiert: keine menüs, keine zu beginn unzugänglichen areale und erst recht keinen linearen spielablauf. denn der schauplatz der crash-orgie ist die riesige und frei befahrbare stadt paradise city. die einzelnen renn- und crash-events werden im wahrsten sinne des wortes im vorbeifahren aktiviert. wer sich an einer kreuzung mit durchdrehenden reifen in den verkehr stützt, findet sich sofort in einem zeitrennen oder einer stunt-herausforderung wieder.

damit ihr am anfang nicht völlig auf euch gestellt seid, bekommt ihr auf der ersten erkundungsfahrt tipps und tricks, wie man als strassenrowdy in paradise city überlebt. dazu gehört auch der hinweis, ab und zu durch die verstreuten tankstellen, werkstätten oder lackierereien zu rasen. in windeseile wird hier euer turbo gefüllt, eure karre wieder auf vordermann gebracht oder die farbe eures wagens gewechselt.

auch die spielmodi werden euch näher gebracht. eine freundliche stimme erklärt euch unter anderem, dass ihr bei road rage-events die autos eurer konkurrenz in deren einzelteile auflösen müsst, während im marked man-modus alle gegner ausschließlich euer gefährt auf die hörner nehmen.

klar, dass es bei derartigen aufgaben immer wieder zu spektakulären unfällen kommt – und die sind dank next-gen-technologie eine echte augenweide. in zeitlupe könnt ihr bewundern, wie sich karosserieteile verbiegen und durch die luft fliegen. zudem machen die opulenten soundeffekten jeden crash zu einem erlebnis. und auch in den wenigen ruhigeren phasen macht das aufheulen des motors oder der rockige soundtrack richtig stimmung.

online-zocker dürfen zusammen mit ihren freunden ein team bilden, vorgegebene herausforderungen bewältigen oder sich als schmalspur-rambo alleine gegen andere burnout-fans beweisen. besonders lustig wird es, wenn man einen online-kontrahenten aus dem rennen wirft, der eine webcam an seiner konsole angeschlossen hat. sie schießt im moment der niederlage ein bild vom verlierer, dass auf die eigene festplatte geladen wird. so entsteht ein fotoalbum mit den dummen gesichtern der besiegten.

trotz aller begeisterung für die neu-erfindung der „burnout“-reihe: etwas kritik muss doch sein. zum einen fehlt wieder der crash-modus, der für ein schnelles spielchen zwischendurch immer gut war. der dafür eingeführte showtime-modus, in dem ihr euer autowrack gegen jede menge vehikel steuert, ist vergleichsweise lahm. zweitens wurde die neustart-funktion weggelassen. selbst aussichtslose rennen können nicht abgebrochen werden. außerdem ist es vor allem für anfänger zuweilen nervtötend, wenn man sich im strassen-wirrwarr verfährt und den ort nicht mehr findet, an dem ein bestimmtes event gestartet werden kann.

auch wenn man über das veränderte gameplay und die daraus resultierenden kritikpunkte geteilter meinung sein kann: sowohl optisch als auch technisch gibt es nichts an „burnout paradies“ nichts auszusetzen. noch nie konnten adrenalin-junkies ihr auto schneller über eine sprungschanze jagen, um es kurz darauf bei einem beeindruckend inszenierten crash in ein klumpen schrott zu verwandelt. die unzähligen events, abkürzungen und stuntmöglichkeiten sorgen für eine hohe langzeitmotivation. dazu entschädigt die exzellente online-einbindung samt webcam-funktion für so manches kleine manko, das den spielspass des gelungenen action-racers ohnehin nur wenig trübt.

 

alle infos unter http://burnout.ea.com/home.asp?lang=de