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ANIMAL CROSSING: LET'S GO TO THE CITY & WII-SPEAK |
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die „animal crossing“-spiele für den gamecube und den ds waren ein garant für lustige erlebnisse in einer eigenen welt – und finanzielle erfolge für entwickler und publisher. kein wunder also, dass nun mit „animal crossing: let's go to the city“ der erste ableger für die wii gebastelt wurde. die lebenssimulation wird jetzt zum online-treffpunkt für freunde. ihr dürft euer eigenes reich bauen, es anderen zeigen und mit anderen teilen. dank eines neuen mirko-systems könnt euch auch übers netz miteinander unterhalten. unglaublich, wie schnell dabei die zeit vergeht. die reihe war schon immer mehr, als ein digitales und animiertes bilderbuch. auch wenn die optik anderes vermuten lässt und sich wohl am besten als putzig beschreiben lässt. sie ist quietschbunt und comichaft, auch wenn auf dem bildschirm manchmal ein bisschen zu wenig los ist. die idee und die möglichkeiten, die man im spiel hat, sind aber sehr soziologisch. im endeffekt geht es darum, sich und seinen lebensstil zu finanzieren, damit man sich sein stück paradies erschaffen kann. das klingt staubtrocken, doch wie die kreuzenden tiere das machen, ist sehr locker und verspielt. dafür sorgt nicht nur die so einfache wie zweckmäßige grafik. die atmosphäre stimmt. man hält sich einfach gern in seiner welt auf, weil man selbst bestimmt, wie was auszusehen hat. und weil man alles schöner und toller haben will, geht man arbeiten. um seinen prunk zu zeigen, lädt man freunde ein. wie im richtigen leben eben. damit ist das ziel des spiels eigentlich auch schon klar: kohle machen für sein privates stück heimat, das aufgepimpt werden will. zunächst müsst ihr, überraschung, einen charakter bauen. das eigene aussehen wird dabei quasi vorgegeben. nur das geschlecht und die farbe des shirts ist eingestellbar. das ist ausgerechnet bei einem titel, in dem man ein zweites leben lebt schon erstaulich. aber erstens könnt ihr euch später massenhaft sachen kaufen, um euch auszumotzen, zweitens bekommt ihr beim friseur/stylisten die möglichkeit, euren typ ändern zu lassen und bekommt da auf wunsch auch eine „marke“ mit euerem mii. und drittens - sehr cool - ihr könnt eure charaktere vom vorgänger „wild world“ von dem ds auf die wii importieren. andersrum geht’s übrigens auch. wenn euer männchen/weibchen fertig ist geht’s auch schon los. ihr werdet mit dem bus in eure (recht kleine) stadt gefahren, dürft ihr einen namen geben und euch werden die gebäude vorgestellt. danach wisst ihr, wo ihr einkaufen könnt, wohnt, wo die bar ist usw. mit den ersten aufträgen, die als tutorial fungieren. ihr bekommt erklärt, wie man briefe schreibt, blumen pflanzt und geld verdient. erst wenn ihr die basics beherrscht bekommt ihr einen freundschafts-code, mit dem ihr online gehen könnt. das übers-netz-spiel wird übrigens durch das gehen durch das öffnen eines stadttors symbolisiert, durch die freunde virtuell in die eigene welt kommen. eine sehr nette idee. ebenfalls sehr schön, dass die wii-systemuhr als datum und zeit für das spiel bestimmt. spielt ihr also abends, wir es in eurer gemeinde dunkel sein. spielt ihr an ostern, könnt ihr (wahrscheinlich) eier suchen gehen. an weihnachten war jedenfalls alles festlich dekoriert und man konnte tannenbäume kaufen. doch das mit dem kaufen ist so eine sache. denn euer haus habt ihr auf pump erworben. deshalb gilt es, alle bewohner euer stadt kennenzulernen und zu schauen, ob und wie man mit ihnen geschäfte machen kann. der eine gibt euch botengänge, der andere kauft eure orangen, die ihr von den bäumen schüttelt. manchmal gelangt man auch eine schatzkarte und kann sich dann als goldgräber versuchen. mit dem verdienten oder gefundenen geld lassen sich bessere items kaufen, mit denen man noch mehr machen kann. oder aber man steckt das verdiente ins haus oder ins outfit. die zahl der einrichtungsgegenstände und frei gestaltbaren klamotten scheint richtung unendlich zu gehen. in der großstadt, die man nach kurzen wartezeit an der eigenen bushaltestelle und einer genauso kurze busfahrt erreicht, gibt es interieur und designerkleidung, aber auch neue frisuren, drinks und sachen zur erfolgreichen umsatzsteigerung zu erwerben. alles wird nach gusto selbst gestaltet. der kreativität ist hier wirklich keine grenze gesetzt. sei es, um einen hut aufzumotzen oder einen abgefahrenen teppich zu schneidern. die steuerung der auswahl läuft, wie im rest des spieles auch, über den wii-stick oder die wii-mote per point’n’click ab. das funktioniert recht gut, wenn man sie sich erst einmal verinnerlicht hat. bei bestimmten sachen wie dem angeln wäre es wünschenswert gewesen, die bewegungssensoren besser in szene gesetzt zu sehen, aber es geht auch so. wie schon erwähnt: online öffnen sich völlig neue welten. erst der ausbruch aus eurem kleinen kaff, in dem wirklich nur ein paar häuser stehen, in denen ihr leben, kohle machen und etwas gesellig sein könnt, macht „animal crossing“ zu einem großen titel. die kumpels in sein domizil einzuladen oder sie zu besuchen und mit ihren z.b. angeln zu gehen. da vergeht sie zeit wie im fluge. wenn ihr euch mit einem oder mehreren in einem dorf trefft, können ihr über einem virtuellen keyboard oder ein usb-keyboard mit ihnen chatten. die elegantere möglichkeit ist allerdings die neue hardware – das wii-speak. über das neue mikro von nintendo, das an eine maus erinnert, läuft das alles viel einfacher. hallo sagen statt schrieben geht schneller und einfacher. es klingt etwas blechern und hat einen delay, aber funktioniert gut. von dem gerät kann man sicher noch einiges erwarten. der sound im spiel selbst ist geprägt von lustiger musik, die im hintergrund fröhlich vor sich hinplätschert. die npcs brabbeln in dialogen vor sich hin. wen’s nervt, stellt das in den optionen ab. es ist dieser, von games mit quests oder funracer bekannte „ich will nur noch das erledigen bevor ich aufhöre“-effekt, der einen von „animal crossing: let's go to the city“ nicht mehr loskommen lässt. weil es praktisch kein ende hat, bin ich geneigt zu sagen, dass es monatelangen spass verspricht. es dauert eben eine weile, bis aus dem leeren haus eine villa mit jedwedem komfortgut wird. witzig, wie gut kommerz und kontaktpflege hand in hand gehen können. natürlich ist das spiel allein vom handlung und der grafik hauptsächlich für jüngere gemacht, aber ein „echtes“ mmo mit einigen, hier realisierten einfällen ob es nun doof oder sinnvoll ist, nur mittels freundschaftscodes woanders einlass zu finden oder einzulassen, kann pauschal nicht gesagt zu werden. aber zumindest bleiben fremde so draußen. ein echtes web2.0-spiel für kids und alle, die es geblieben sind!
so schön gemacht wie das spiel : www.animal-crossing.com |
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